
Hiermit bewerbe ich mich zum Warrant Officer in der Republik Navy. Im Folgendem findet ihr alle bewerbungsrelevanten Informationen.
Sehr dickes Dankeschön an Glänzer für das Banner
Name: | Jo |
Alter: | 19 |
Auf EGM seit | Dezember 2018 |
Name | Fraktion | Rang |
---|---|---|
Corr | Special Ops | Staff Sergeant |
Varian Dain | Jedi-Orden | Padawan |
Ich möchte etwas Abwechslung in meine Charaktere bringen, da bietet sich die Navy gut an. Abgesehen davon war ich schon einige Male in der Navy und habe aktuell wieder Lust bekommen.
Name: | Jo Dicwat |
Alter: | 25 |
Herkunft: | Kuat |
Rasse: | Mensch |
Geschlecht: | Männlich |
Eigenschaften (Stärken & Schwächen)
Stärken | Schwächen |
---|---|
Offen | Impulsiv |
Direkt | Taktlos |
Empathisch | Autoritätskonflikte |
Ich bin Jo Dicwat. Geboren auf Kuat, zusammen mit meinem Bruder Chand. Zwillinge, zwei Seiten derselben Münze. Unsere Eltern arbeiteten bei den Kuat Drive Yards – mittlere Verwaltungsposten, steif, korrekt, pflichtbewusst bis ins Mark. Der Plan für unser Leben lag auf dem Tisch, bevor wir überhaupt lesen konnten: Akademie, Karriere, Heirat, Verwaltungsposten. Ein Leben nach Protokoll.
Aber das waren nicht wir. Chand und ich... wir wollten mehr. Freiheit. Raum zum Atmen. Ich erinnere mich an Nächte, in denen wir uns davonschlichen, auf den Werften herumlungerten und heimlich die startenden Frachter beobachteten. Dieses Brummen der Triebwerke – das war Musik. Unsere Musik. Technik faszinierte uns. Wir knackten Schlösser, nicht um zu stehlen, sondern um zu verstehen. Um zu wissen, wie Dinge funktionieren – und wie man sie aushebelt.
Mit 16 dann der Bruch. Es war kein kleiner Streit. Ich habe eine alte Familienreliquie vom Tisch geschleudert – eine Statue aus bronziertem Durastahl. Chand hat unserer Mutter ins Gesicht geschrien, dass wir lieber elternlos verrotten würden, als noch einen Tag länger dieses aufgezwungene Leben zu führen. Und das war's. In derselben Nacht stiegen wir in ein Frachtschiff, versteckt zwischen Ersatzteilen und Kabelrollen. Richtung Coruscant.
Der Aufprall kam hart. Coruscant – das klang nach Möglichkeiten. Aber die Realität in den unteren Ebenen – vor allem in den 130ern – war kalt, nass und gnadenlos. Wir schlugen uns durch. Kleine Jobs, Botengänge, Müll sortieren. Ich kam zuerst mit den Straßenkids in Kontakt, die Päckchen auslieferten. Chand war skeptisch. Aber wir brauchten das Geld. Und ich konnte Leute lesen – ich wusste, wie weit ich gehen konnte.
Wir wurden bekannt. Unauffällig, verlässlich. Die Leute nannten uns "Spiegelschritte" – keiner wusste je, mit wem er es gerade zu tun hatte. Aber wir hielten uns raus aus den blutigen Geschäften. Keine Waffen. Keine Morde. Nur überleben.
Vier Jahre später, 20 Jahre alt, hatten wir genug angespart, um uns ein altes Lager in den 30er Ebenen zu kaufen. Daraus machten wir die **Lucumba**. Unsere Bar. Unser Rückzugsort. Kein Ort für Glitzer, sondern für Leute wie uns – Zwischenweltenbewohner. Keine Drogen. Keine Waffen. Nur Alkohol, Musik, und Menschen, die Ruhe wollten.
Ich polierte gerade Gläser, als sie hereinkamen. Fünf Männer. Still, fokussiert. Zu sauber. Zu selbstsicher. Mein Herz setzte aus. Ich erkannte einen von ihnen. Drei Jahre war es her – ich hatte ihm Kapseln gebracht. Keine Fragen gestellt. Nur geliefert. Damals war ich ein Schatten. Jetzt war ich Besitzer.
Er kam herein, als gehöre ihm der Laden.
"Schöner Laden", sagte er. Seine Stimme – ruhig, kalt, wie eine Plasmaklinge. "Ziemlich... lukrativ. Und weißt du, was lukrative Läden in diesem Viertel tun, Jo?"
"Sie zahlen."
Es fühlte sich an wie ein Blasterschuss. Chand stand neben mir. Stark. Wachsam. Aber wir wussten beide: Entweder wir zahlen – oder wir verschwinden.
Die Zahlungen begannen. Wöchentlich. Absurde Summen. Anfangs ging’s irgendwie. Doch dann wurden die Forderungen höher. Und wir... wir mussten nachziehen. Illegales Glücksspiel. Chand rüstete die Bar um. Ich kümmerte mich ums Geschäft. Hologramm-Sabacc. Wettschach. Sabacc mit vibrierenden Kartentischen.
Ich hasste es. Aber wir überlebten. Verdienten. Und irgendwann... funktionierte es sogar. Wir waren gut.
Ich erinnere mich genau an den Abend, an dem Chand diesen Satz sagte.
„Nicht raus... weiter rein.“
Ich saß am Tresen, zählte Einnahmen – es war viel Geld, aber längst nicht genug. Die Schutzgeldforderungen der Schwarzen Sonne stiegen schneller, als wir verdienen konnten. Mein Kopf war ein einziger Knoten aus Zahlen, Schulden, Risiken. Ich dachte ans Weglaufen. An aufgeben.
Und da kam Chand mit dieser Idee.
Ich sah ihn an. „Du willst... was?“
„Mitspielen“, sagte er. „Die Regeln selbst schreiben.“
Ich hielt ihn erst für verrückt. Aber je länger ich darüber nachdachte, desto mehr ergab es Sinn. Wir konnten nicht ewig im Schatten kriechen. Und wenn wir es schafften, in die Führungsebene der Schwarzen Sonne zu kommen – dann konnten wir vielleicht die Richtung mitbestimmen. Uns Freiräume schaffen. Kontrolle gewinnen.
Aber der erste Schritt musste ich machen.
Ich war immer der mit der besseren Menschenkenntnis. Der, der lächelte, während Chand rechnete. Also ging ich zurück zu jenem Hinterhof, wo ich Jahre zuvor meine erste Lieferung gemacht hatte. Die Luft roch noch immer nach Öl und altem Metall. Der gleiche verfallene Frachtturm. Und – als hätte er mich erwartet – stand er da. Der Mann.
Ich trat mit erhobenem Kinn auf ihn zu. Kein Zittern, kein Zögern.
„Ich bin nicht mehr der kleine Bote von damals“, sagte ich. „Ich will nicht für euch arbeiten – ich will mit euch verdienen. Ich will euren Profit verdoppeln. Und meinen.“
Er musterte mich. Lange. In der Stille konnte ich mein eigenes Herz hören. Und dann… lachte er. Laut, scharf, voller Überraschung.
„Du hast Eier“, sagte er. „Also gut. Du kriegst einen Platz am Tisch – so lange du lieferst.“
Ich lieferte.
Mit Chand an meiner Seite organisierten wir die Lucumba komplett um. Das illegale Glücksspiel wurde professioneller, die Abläufe effizienter. Unsere Gewinne explodierten. Wir zahlten mehr als jeder andere an die Schwarze Sonne – und trotzdem blieb für uns genug übrig. Ich war das Gesicht, Chand die Strategie. Wir waren wie Zahnräder im selben Getriebe.
Und die Leute kamen. Nicht nur Kunden – sondern loyale Leute. Menschen, die sahen, dass wir unsere Leute gut bezahlten, dass wir ihnen zuhörten, dass wir nicht wie die üblichen Anführer waren, die nur nahmen. Sie schlossen sich uns an. Und bald hatten wir eine eigene Struktur. Eine eigene Crew. Unsere eigene Machtbasis.
Nach einem Jahr war klar: Der aktuelle Leiter des Sektors war überholt. Alt. Bequem. Ineffizient. Also stellten wir ihn zur Rede – nicht mit Gewalt, sondern mit Ergebnissen. Und die Schwarze Sonne hörte zu. Sie wollten Gewinn. Wir hatten ihn.
Und so wurde ich offiziell der Sektorleiter der Schwarzen Sonne in den unteren 30er Ebenen.
Ich, Jo Dicwat, mit Chand an meiner Seite.
Wir waren nicht mehr Schatten. Wir waren das Licht, das andere Schatten warf.
Es hätte so weitergehen können. Ein weiteres Jahr lang lief alles perfekt. Ich war 23, Chand ebenfalls. Wir hatten alles unter Kontrolle. Die Lucumba war mehr als nur eine Bar – sie war Kommandozentrale. Umschlagplatz. Ort politischer Intrigen. Und wir waren mittendrin.
Doch dann begann die Republik, sich wieder für uns zu interessieren. Behördenoperationen in den unteren Ebenen. Verdeckte Ermittler. Und auf einmal war die 30. Ebene zu heiß für Glücksspiel. Die Gäste blieben weg. Die Nervosität stieg. Unsere Einnahmen sanken.
Die Schwarze Sonne forderte einen Gegenschlag. Einen offenen Konflikt mit den Republikanischen Behörden. Aber Chand und ich wussten, was das bedeutete: Krieg. Und Krieg mit der Republik – das war Selbstmord.
Wir lehnten ab.
Und das war unser Fehler.
Die Leute, die wir ausgebildet, aufgebaut, bezahlt hatten – sie wandten sich gegen uns. Auf ein Wort der Schwarzen Sonne hin. Unsere eigene Crew, unsere vermeintlich Loyalen. Ich kann den Moment nicht vergessen, als ich die Nachricht bekam. Als ich die ersten Bewegungen bemerkte. Die Blicke. Die Verschwiegenheit.
Aber einer blieb.
Uwe.
Der Junge, der bei uns angefangen hatte, als er kaum laufen konnte. Chand hatte ihn in der Küche erwischt, wie er Essensreste stahl. Ich hatte ihm einen Teller hingestellt. Seitdem war er wie unser Schatten – still, klug, zuverlässig.
Uwe war sechzehn. Sah aus wie zwanzig. Dachte wie dreißig.
Er warnte uns. Half uns zu fliehen.
Und wir nahmen ihn mit.
Noch in derselben Nacht untertauchen. Keine Zeit für Abschied. Keine Zeit für Planung.
Wir aktivierten alte Kontakte. Schuldeten Leuten Gefallen. Und in einer vergessenen Werkstatt am Rand der 50er Ebenen, zwischen Druckmaschinen, Nikto-Fälschern und halblegalen Droidenteilen, änderten wir unser Leben.
Neue Namen. Neue Daten.
Jo Dicwat – 25 Jahre alt.
Chand Dicwat – 25 Jahre alt.
Uwe Nordmann? Tot.
Es gab nur noch Uwe Dicwat – 22 Jahre alt, adoptiert von uns beiden. Offiziell. Auf dem Papier. In der Datenbank.
Wir hätten verschwinden können. Galaxis ist groß. Aber Chand hatte einen anderen Plan – wieder mal.
„Die Navy“, sagte er. „Sicherheit. Struktur. Schutz vor der Schwarzen Sonne.“
Ich war skeptisch. Aber er hatte Recht. Und ich war es leid zu rennen.
Also meldeten wir uns. Mit sauberen Papieren, gefälschten Altersangaben und einer Entschlossenheit, die echter war als alles, was wir je gefühlt hatten. Die Ausbildung war hart. Aber wir waren härter. Wir kannten Hunger, Schmerz, Angst. Das hier? War nichts dagegen.
Heute trage ich Uniform. Ich bin kein Schatten mehr. Kein Bote. Kein Sektorleiter. Kein Schmuggler.
Ich bin Jo Dicwat. Soldat der Republik. Und vielleicht zum ersten Mal… frei.
Neben mir: Chand – mein Bruder, mein Verstand, meine andere Hälfte.
Hinter mir: Uwe – unser Sohn, unser Vermächtnis.
Die Vergangenheit ist ein dunkler Tunnel hinter mir. Aber ich laufe nicht mehr darin herum.
Ich gehe nach vorn.
Vielen Dank für das lesen meiner Bewerbung, wenn ihr Fragen/Anmerkungen habt ist jetzt der Moment wenn nicht, dann nicht.
tschüssi